Organist

Vita

Begonnen hat die Begeisterung für die Orgel schon in frühen Jahren. Seit meinem zwölften Lebensjahr bin ich leidenschaftlicher Organist mit besonderer Vorliebe für sinfonische Orgelmusik. Neben Preisen auf Regional-, Landes- und Bundesebene des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“ erhielt ich 2012 den Kulturpreis des Landkreises Oberallgäu. Meisterkurse besuchte ich bei Prof. Weinberger und Paolo Oreni. Seit 2010 bin ich ausgebildeter C-Kirchenmusiker.

Mein Repertoire umfasst neben früheren Epochen insbesondere eine reichhaltige Sammlung sinfonischer Orgelmusik. Stellvertretend für die Fülle der an über die Jahre einstudierten Werke hier ein kleiner Ausschnitt der virtuosesten Werke:

  • Julius Reubke: 94. Psalm
  • Charles Tournemire: Improvisation sur le Te Deum, Improvisation sur le Victimae Paschali Laudes
  • Franz Liszt: Präludium und Fuge über den Namen BACH
  • Charles-Marie Widor: 6. Sinfonie
  • Joseph Bonnet: Variations de Concert
  • Marcel Dupré: Variations sur un noël, Esquisse Nr. 2 b-moll, Prélude et Fugue g-moll Op. 7 Nr. 3
  • Sergej Prokofiew, arr. Jean Guillou: Toccata op. 11

Presse

Aus Engelhardt, Manfred: Nach 30 Minuten bebte die Basilika. In: Augsburger Allgemeine (26.06.2019)

[…] Ritschel […] durchwanderte mit geschliffener Technik und Inspiration die gewaltige Landschaft. André Fleurys (1903-1995) „Prélude et Fugue“ zaubert aus schillernder Grundbewegung eine klare Fugen-Architektur. Der Schritt zurück zum Romantiker César Franck zeugte von der inneren Verwandtschaft der Meister. „Cortège et Litanie“ von Marcel Dupré (1886-1971) führt fast kinderliedhaft einfache Elemente in wogende Steigerungen. Jehan Alain (1911-1940) lässt in seiner „Fantasmagorie“ einen von skurrilen, poetischen Wesen bevölkerten Reigen tanzen. Zum Abschluss ließ „Improvisation sur le ,Victimae paschali laudes'“ von Charles Tournemire (1870-1939) nach zarten Gespinsten mit einer apokalyptischen Steigerung die Basilika beben. Hannes Ritschel wurde bejubelt.

Aus Schmidt, Klaus: Eine Königin zeigt Macht und Feinsinn. Hannes Ritschel interpretiert in St. Nikolaus Werke von Buxtehude bis Widor. In: Allgäuer Anzeigeblatt (14. Mai 2014)

[…] Jugendlich frisch und zupackend entfaltet der 24-jährige Interpret die gewaltige Klangarchitektur dieser Sinfonie [Charles-Marie Widor: 6. Symphonie]. Wie ein Raubtier springt der erste Satz, das Allegro, den Hörer unvermittelt an, entwickelt seine Spannung aus einen majestätischen Hymnus und wild bewegten Läufen. […] Sie alle [vorgetragenen Werke] charakterisiert Ritschel prägnant, mit großem Stilgefühl und beeindruckendem Können. […]